Unter den älteren Taschen gehören solche in Perlstickerei zu
den begehrtesten und oft auch teuersten Sammelstücken — entsprechend ihrer
aufwändigen Herstellung und ihrer Empfindlichkeit. Leuchtend bunt und kunstvoll
gearbeitet, eignen sie sich oft besser als Schaustücke denn zum tatsächlichen
Gebrauch, doch ihrer Attraktivität tut dies keinen Abbruch.
Taschen in Perlstickerei waren schon seit Beginn des 19,
Jahrhunderts beliebt. Zwischen 1910 und 1930 verwendete man venezianische oder
böhmische Perlen. Erstere sind sehr klein, haben einen leicht irisierenden
Glanz und reine Farben, die nicht verblassen, während letztere etwas größer und
gröber sind und mit der Zeit an Farbe verlieren. Verschluss und Henkel bestehen
vorwiegend aus Metall und sind oft mit Glas oder Halbedelsteinen eingelegt. Das
Seidenfutter ist selten so gut erhalten wie das Äußere. Wird sie stilgetreu
erneuert, kann das den Wert der Tasche erhöhen. Achten Sie beim Kauf darauf, ob
das Design zu den verwendeten Perlen passt.