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Handtaschen 18 bis 19 Jahrhundert PDF

18. bis 19. Jahrhundert

 Handtaschen – wie sie heute bekannt sind – stammen aus dem 18. Jahrhundert, als die Kleidermode dazu überging, für Damen der höheren Bevölkerungsschichten immer raffinierter Kleider zu entwickeln, bei denen eingenähte Taschen den optischen Gesamteindruck ruiniert hätten. Vorher trugen Frauen ihre Habseligkeiten in Taschen, die in die Röcke eingenäht waren oder in einem am Gürtel befestigten Beutel. Die ersten Handtaschen waren sehr klein und konnten höchstens ein Taschentuch oder die oft benötigte Riechsalzflasche fassen. Der erste „Klassiker“ war der so genannte Pompadour, ein meist aus Seide genähter Beutel ohne festen Boden, der sich oben mit zwei Schnüren schließen ließ, die dann als Griff oder Schulterriemen dienten.

 Richtig in Mode kamen Handtaschen erst gegen Ende des 19. Jahrhunderts, als die französischen Modeschöpfer Accessoires als Modebestandteil entdeckten. Von nun an wurden Handtaschen in allen Größen, Ausführungen und Materialien entworfen, und auf die Bedürfnisse der Trägerin zugeschnitten. Die damaligen Handtaschen waren einfach mit einem Griff versehen oder konnten am Gürtel der Trägerin befestigt werden. Als ersten „Design-Klassiker“ kann man die Gobelin-Taschen bezeichnen, also Behältnisse aus schweren, dunklen Wollstoffen, die kunstvoll bestickt waren.